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Das Königliche Waisenhaus –historisches Gebäude in Kaliningrad, eines der ältesten erhalten gebliebenen Zyvilgebäude der Stadt, befindet sich am Sackheimer Tor an der Kreuzung von Moskauer Prospekt und Litthauer Wall Strasse. Moderne Anschrift – Litthauischer Wall 62, die Vorkriegs-Adresse – Waisenhausplatz( i.e. “Platz am Waisenhaus”) 1/2.

Nach historischen Daten wurde das Königliche Waisenhaus von dem ersten preußischen König Friedrich I am Tag seiner Krönung, den 18. Januar, 1701 gegründet.

Das im Jahre 1701 gegründete Waisenheim zu Sackheim, wurde im Jahre 1703 gebaut , im Barockstil, nach Projekt des Hofbaumeisters Joachim Ludwig Schultheiß von Unfriedt. Er entwarf auch den Südostflügel des Königsschlosses ( “Gebäude von Unfridt”). Das Waisenhaus ist das einzige bis auf unsere Zeit erhalten gebliebene Gebäude dieses Architekten.

In der Mitte des zweistöckigen Gebäudes – ein Risalit, auf dem sich ein achteckiges Türmchen im Barockstil befand. Im Jahre 1705 wurde auf dem eine Bronzeskulptur – die Dachfahne “Preußischer Adler” vom derselben Schultheiss von Unfriedt installiert. Während des siebenjährigen Krieges wurde die Dachfahne mit dem preußischen Adler gegen den russischen Doppeladler ersetzt, aber nach der Rückkehr Königsbergs unter die Gerichtsbahrkeit von Preußen wurde sie zurück installiert.

Leider hatte dieser Turm, der bekannteste Teil des Gebäudes, der sein charakteristisches Aussehen gestaltete, den zerstörerischen Angriff auf die Stadt im Jahr 1945 nicht überleben. Auch beim Wiederaufbau nach dem Krieg verschwand sein steil geneigtes Ziegeldach, aber im sonsten haben sich die architektonischen Anlageformen nicht geändert.

Infolge der Restaurierungsarbeiten ließ das Gebäude Portale, Fenster und Gesimse bestehen, verlor aber den Turm und wurde inseitig umgebaut. Auch der eingeschossige Flügel wurde umgebaut, erhalten geblieben sind nur seine Kellern. In der Nachkriegszeit wurde auch ein neuer zweistöckiger südwestlicher Flügel angebracht.

In den 1970-er Jahren war in dem ehemaligen Königlichen Waisenhaus die Apotheke №13 und die Dienstleistungsorganisationen für die Bevölkerung untergebracht. Heute sind in dem Gebäude verschiedene Handelsbetriebe stationiert.

Die Gegend um das Gebäude befinden sich in einem unausgebildeten ungeformten Zustand. Werbekonstruktionen vor der Portalfassade, temporäre Einrichtungen (Zeltbuden), chaotischer Parkplatz und gewachsene Bäume stören beim Auffassen des Denkmales.

Laut der Regierungsverordnung Nr. 132 von Kaliningrad Oblast vom 23. März 2007 erhielt das Königliche Waisenhaus den Status eines Objekts des kulturellen Erbes von regionaler Bedeutung. Das Schutzzonenprojekt ist durch die Regierungsverordnung von Kaliningrad Oblast vom 2013.06.06, Nr. 386 bestätigt worden.